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Wind und Sturm – Das Klima im Wandel
Das Jahr 2008 zählt zu einem der schlimmsten Naturkatastrophenjahre überhaupt. Weltweit kamen mehr als 220.000 Menschen durch Naturereignisse ums Leben. Vor allem Wetterkatastrophen machten 2008 zum Jahr mit den dritthöchsten Schäden, nur noch übertroffen vom Hurrikanjahr 2005 und 1995, als sich das Erdbeben von Kobe (Japan) ereignete.
Deutschland im Klimawandel
Der globale Klimawandel erfasst auch Deutschland. Erst im Februar 2009 zog das Sturmtief Quinten mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 165 km/h über das Land hinweg, sorgte für Überschwemmungen, entwurzelte Bäume und deckte zahlreiche Dächer ab.
Heftige Stürme ereilten auch andere europäischen Länder. So wurde der Flugverkehr auf drei Pariser Flughäfen erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten eingestellt. 600.000 Haushalte an der Atlantikküste waren ohne Strom.
Das Wetter der Zukunft
Bis zum Jahr 2100 werden in Deutschland die Temperaturen je nach Szenario um bis zu vier Grad Celsius steigen. Die Folgen: immer mehr Wetterextreme.
Mehr Starkniederschläge und Gewitter
Die bislang umfassendste Klimasimulation für Deutschland unter dem Namen Remo vom Max-Planck-Institut für Meteorologie prognostiziert spätestens zur Mitte des Jahrhunderts stärker werdende Sommergewitter oder längere Trockenperioden. Sommerliche Starkniederschläge und Gewitter werden zunehmen. Das gelte sowohl für deren Anzahl als auch für die Niederschlagsmenge. Auch lange Hitzeperioden - etwa wie im Jahr 2003 - würden künftig wahrscheinlicher. Der Analyse zu Folge wird es von etwa 2020 oder 2030 an im Winter im Durchschnitt rund 10 nasse Tage mehr geben.
Höhere Wintertemperaturen
Am stärksten dürften sich der Süden und Südosten Deutschlands im Winter erwärmen. Bis zum Jahr 2100 könnten die Winter dort um mehr als vier Grad wärmer werden als im Zeitraum von 1961 bis 1990. Stark rückläufig sind hingegen die Sommerniederschläge in Süd- und Südwestdeutschland sowie in Nord-Ostdeutschland. Hier könnte es bis zum Ende dieses Jahrhunderts im Vergleich zu heute ein Minus von bis zu rund 35 Prozent geben.
Die Meere erwärmen sich
Mit dem Blick auf die deutschen Küsten fällt auf, dass bis zum Jahr 2100 die Erwärmung der Ostseeküste mit 2,8 Grad Celsius etwas stärker ausfallen könnte als die der Nordseeküste mit 2,5 Grad. Sonnenhungrigen Touristen wird gefallen, dass der Regen im Sommer um 25 Prozent zurückgehen könnte.
Die mit ähnlichen Vorhersagen befassten rund 15 europäischen Arbeitsgruppen kamen mit dem Hamburger Verfahren zu vergleichbaren Resultaten: Die Modelle unterscheiden sich nur noch in der Stärke, nicht darin, dass etwas passieren wird.
Quellen:
www.stern.de
www.nachrichten.t-online.de
www.scinexx.de
www.welt.de

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